Fürstliches Vergnügen mit Musik
Musikfestspiele Potsdam Sanssouci

Premiere: 19. Juni 2012
Das gab es noch nie: Genießen Sie in erlesener Runde ein exklusives Diner am Hofe Friedrichs des Großen, serviert in der festlich eingedeckten Ovidgalerie der Neuen Kammern – einem Schmuckstück des preußischen Rokoko. Die Luft knistert und die Buttermesser werden scharf beim Aufeinandertreffen der ranghohen Persönlichkeiten aus Friedrichs Umfeld.

Text, szenische Einrichtung und Regie: Friederike Karig
Historische Beratung und Recherche: Michael Adam

Es treten auf:
Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth, Friedrichs Schwester
Francesco Graf von Algarotti, Kammerherr aus Italien
Jean-Baptiste de Boyer Marquis d’Argens, Kammerherr aus Frankreich
Lordmarschall George Keith, Vertrauter aus Schottland

Es spielen:
Jana Semerádová, Flöte
Christine Kessler, Cembalo

Musik von:
Johann Joachim Quantz (1697-1773),
Friedrich II. von Preußen (1712-1786)
Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth (1709-1758), u.a.

Es kocht für Sie:
Der Küchenchef des Seminaris SeeHotel Potsdam: Ronald Szyslo

Ein festlicher Abend in der Ovidgalerie, die Tafel ist gedeckt, die erlauchten Gäste haben sich eingefunden. Doch einer fehlt: Der Gastgeber Friedrich der Große. Das ist die Gelegenheit für einige der internationalen Persönlichkeiten des Hofes, endlich einmal aus seinem übermächtigen Schatten zu treten und ihre Seite der Geschichte zu erzählen. Dabei entwerfen sie aus ihrem jeweiligen Blickwinkel und mit Briefzitaten ein umfassendes Porträt des abwesenden Königs.

Seine Schwester Wilhelmine erzählt von der strengen Erziehung unter dem Vater Friedrich Wilhelm I. und der gemeinsamen Liebe zur Musik. Der italienische Graf Algarotti lernte Friedrich bereits als ambitionierten Kronprinz in Rheinsberg kennen und ist dessen erster Ansprechpartner, wenn es um Fragen der Kunst geht, während der Marquis d’Argens und Kammerherr des Königs, sein Gewährsmann für französische Kultur ist. Der Lordmarschall Keith, den der gescheiterte Jakobitenaufstand nach Potsdam verschlagen hat, unterhält sich oft mit Friedrich über Philosophie und Literatur, aber auch über das Militär und die Diplomatie, denn sein Bruder James ist Generalfeldmarschall Preußens im Siebenjährigen Krieg. Sie alle sind mit Erwartungen und Zielen nach Potsdam gekommen. Entsprechend knistert die Luft bei ihrem Aufeinandertreffen. Im Austausch ihrer jeweiligen Sicht der Dinge werden sie alle bestürzt feststellen, dass der König für sich einzunehmen vermag, aber ganz eigene Ziele verfolgt und dabei keinen Konflikt scheut.

 

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